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Mit Handgepäck durch Thailand - Second Stop: Koh Chang

Um die 400km entfernt von Bangkok liegt die wunderschöne und unterschätzte Insel Koh Chang - die Elefanteninsel Thailands. Während sich die Touristen auf den Inseln im Süden sammeln, ist Koh Chang vom Boom zum Glück noch verschont. Weiße Sandstrände, Korallenriffe, Palmen, wilde Rufe von Äffchen und Vögeln aus dem Dschungel, Wasserfälle und Elefanten. Der Großteil der Insel besteht aus Palmen, Tieren und purer Wildnis - dem Regenwald.

Nach 5 wunderbaren und vor allem spannenden Tagen in Bangkok waren wir vollkommen im asiatischem Trubel angekommen. Handeln, Taxi heran rufen, einfach über die Straße gehen, weil keiner anhalten und einen rüber gehen lassen wird und am Straßenrand essen waren nun auch für uns total normal. Unsere Reise sollte definitiv nach dem Besuch einer Insel Richtung Berge in den Norden Thailands gehen. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, entschieden wir uns daher, eine Insel fern ab vom Süden Thailands zu entdecken.So entkamen wir nicht nur den Massen an Urlaubern im Süden, sondern erkundeten auch mal andere Ecken. Vom Busbahnhof in Bangkok ging es 7 Stunden Richtung Küste an die Grenze Kambodschas - auf nach Koh Chang!

Von Trat aus mussten wir die Fähre Richtung Insel nehmen. Das Wetter war bereits ziemlich am Umkippen. Dunkle Regenwolken bahnte sich zusammen und bildetet einen grauen Schleier am Himmel. Es dauerte nicht lange bis die ersten Regentropfen fielen, zum Glück saßen wir da aber bereits im überdachtem Auto, das uns zur Unterkunft gefahren hat - T.P. Hut Bungalows.

Zuerst waren wir ehrlich gesagt etwas verwirrt über die Gastgeber. Zwei gut betuchte Dänen mit ein, zwei Gläsern zu viel begrüßten uns und machten ihren Frauen klar, dass sie uns zum Häuschen begleiten sollten. Das verlief alles freundlich, dennoch fühlten wir uns ein wenig merkwürdig. Der erste Eindruck sollte sich aber schnell widerrufen, was wir am nächsten Morgen beim Frühstück bemerkten. Wir genossen am Abend nur noch einen kleinen Erkundungsspaziergang am Strand und ein kleines Abendessen bevor es müde in die Betten ging.

Geweckt wurden wir durch die vielen Laute aus dem Dschungel. Es ist unglaublich wie laut die Natur sein kann. All diese Töne kennt man aus dem Fernsehen, aus Dokus oder irgendwelche Soundeffekten. Dieses Mal aber waren sie echt und wir haben mit dem Blick auf den Regenwald geschlafen. Die nächsten vier Tage sollten also nun hier verbracht werden. Das Abenteuer Dschungel und Nationalpark Thailand kann losgehen.

Sehenswertes und nennenswerte Aktivitäten auf Koh Chang

Klong Plu Waterfall

Der Klong Plu Wasserfall ist definitiv einen Besuch wert. Allein der Spaziergang zum Klong Plu ist bereits wunderschön. Man bekommt das Gefühl, sich in einem paradiesischen Traum zu befinden. Auf dem Weg zum Wasserfall beobachteten wir Schildkröten, die glücklich im Wasser plantschten. Angekommen an der steilen Felswand, an der das Wasser herunterrauscht, genossen wir beim Baden in der Bucht ein originales Wellnessangebot: Garra Rufa in der freien Natur. Die kleinen und teilweise ziemlich großen Fische nagen an der Haut und machen sie samt weich. Es kitzelt sehr, kommen die Großen unter ihnen ebenfalls zum Zug kann es auch etwas zwicken. Der Ausflug zum Klong Plu war ein Highlight meiner Thailandreise.

White Sand Beach

Der White Sand Beach gehört zu den bekanntesten Buchten auf der Insel. Hier spielt sich großteils das Strandleben ab, sofern man sich nicht in kleinen, namenlosen Buchten versteckt. Einige Bars mit leckeren Cocktails und Speisen verpflegen einen mit dem Nötigstem. Es ist traumhaft schön, im Wasser zu baden, die Sonne zu genießen und dabei den Blick auf den wilden Dschungel zu richten. Entspannung wie aus einem Bilderbuch.

Lonely Beach

Diese Bucht ist ebenfalls einfach wunderschön. Die Fahrt zum Lonely Beach ist bereits ziemlich aufregend. Wenn man sicher und wirklich sicher im Umgang mit Motorbikes ist, kann man den Strand so erreichen. Andernfalls rate ich immer auf der Insel ein Taxi zu nehmen, auch wenn dies etwas teuer ist. Die Straßen sind teilweise sehr schmal und viel schlimmer extrem steil und kurvig! Nicht umsonst sprechen die Insulaner vom "Koh Chang Tattoo", welches man sich bei einem Unfall mit dem Roller auf der Insel holt. Wir haben uns gewagt, an einigen Stellen der Straße bereuten wir diese Entscheidung aber auch etwas und mussten wirklich vorsichtig sein und über unsere Grenzen gehen. Der Besuch dieses Strandes ist eine Fahrt wert, aber nehmt bitte lieber ein Taxi, wenn ihr nicht sicher mit dem Roller seid!

Klong Prao Beach

Diesen Strandabschnitt haben wir eigentlich eher zufällig gefunden. Auf dem Weg nach Hause kamen wir an der blauen Lagune vorbei und überquerten diese mit Hilfe eines Einheimischen. Die kleine Bootsfahrt war sehr lieb gemeint, der Insulaner freute sich riesig über das Geld, welches er schnell und leicht verdienen konnte, während er zwei Urlauberinnen eine Freude bereitete. Auch wenn die Strecke im Nachhinein kürzer war und wir sie hätten zu Fuß ablaufen können, war es ein schöner, idyllischer Moment. Die blaue Bucht sollte bei einem Besuch auf Koh Chang auf jeden Fall besucht werden. Nicht weit entfernt von ihr liegt ein tolles Restaurant direkt am Strand. Das Abendessen war super lecker, die Bedienung freundlich und der Ausblick traumhaft!

Coco Mango

Das Coco Mango ist einer meiner absoluten Lieblingsläden auf der Insel. Wer mal Lust auf leckeres Eis oder auf eine gesunde Smoothie Bowl hat, der ist hier genau richtig. Die Bedienung war super zuvorkommend, das Essen der Wahnsinn und auch die Getränke kann man träumerisch genießen. Der Laden liegt in der Hauptstraße vom White Sand Beach. Eine Bowl kostet rund 4€, das ist für Thailand zwar teuer, aber nicht für einen Tourismusort und schon gar nicht für diese Qualität des Essens.

Spaziergang über die Insel

Genießt man einen Spaziergang über Koh Chang, so entdeckt man einige schöne Plätzchen. Man kann den Tönen der Tiere lauschen, die sind im Inneren der Insel auf den hohen Bergen, im Regenwald verstecken. Manchmal schleicht sich das eine oder andere allerdings heraus. So sahen wir einige Äffchen an Lianen schaukeln, über die Straße laufen oder im Grünen spielen. Bananen an den Bäumen, Palmen voller Kokosnüsse. Mein absolutes Highlight war allerdings ein Elefant, den wir plötzlich auf einer Grünfläche entdeckten. Wir trauten uns nur leicht an ihn heran, hielten aber aus Respekt vor dem Tier und natürlich auch etwas aus Angst genügend Abstand.

Für Leckereien und frische Getränke dienen ab und an die Insulaner auf Rädern, an kleinen Ständen oder Häuschen.

Sonnenuntergänge am Strand genießen

Auch abends sind die Temperaturen noch so schön, dass man seine Zeit am Strand genießen kann, bis die Sonne untergeht. Während sich die Urlauber am Tage bräunen, gehe sie abends an den Stränden essen. Tische und Stühle werden hinaus in den Sand gestellt und eine wunderbare Atmosphäre gezaubert. 

Die Tage und die Nächte waren aufregend und vor allem entspannend. Ich habe die Insel Koh Chang lieben gelernt und werde den Aufenthalt nicht wieder vergessen. Wenn ich an Koh Chang denke, kommen mir als erstes die Rufe der Affen aus dem Dschungel in den Kopf. Diese wirklich lauten Töne aus den vielen Bäumen, die sind auf den Bergen sammeln. Ebenso werde ich niemals die Tiere vergessen, die ich dort gesehen habe. Und natürlich das heftigste Gewitter, das ich je erlebt habe. Wir lagen friedlich schlafend in unseren Betten als plötzlich ein heftiger Blitz einschlug. Der Aufprall war so laut, dass wir schreckhaft aufgewacht sind, meine Freundin meine Hand packte und wir beide senkrecht im Bett saßen. Wir hatten Angst, weil wir dachten, dass der Blitz direkt neben unserer Hütte eingeschlagen hatte und weil wir nie zuvor einen derart lauten Ton gehört hatten. Alles verlief gut und niemand wurde verletzt. Diese und viele andere Momente werde ich niemals vergessen - Koh Chang war ein Abenteuer. Die Rücktour zum Festland und hoch in die Berge verlief sehr lang. Wir buchten einen Flug: das nächste Ziel unserer Reise sollte Chiang Mai sein. Hauptstadttrubel, Strand und Dschungel. Nun sollte es in die Berge Thailands gehen. Bleibt gespannt und freut euch auf Teil drei dieser Reise! 

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