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Homegardening: Jungpflanzen erfolgreich vorziehen

Yay, die Eisheiligen sind vorbei, die Pflanzen können endlich auf den Balkon oder gar in den Garten. Laut einer alten Bauerntradition gilt es, Jungpflanzen erst nach den Maifrösten ins Freiland zu setzen. Damit die Pflänzchen dafür auch kraftvoll genug sind, kann man sie mit einigen Tipps und Tricks zum Homegardening erfolgreich vorziehen. Wie das geht, verrate ich step by step.

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Ihr Lieben, endlich ist es wieder soweit. Die Gartensaison ist offiziell eröffnet! Jedes Jahr finden Mitte Mai die Maifröste statt. Eisige Nächte, in denen es durchaus nochmal frieren kann. Damit die jungen Pflänzchen die Saison gut überleben, sollten sie erst nach den Eisheiligen ausgesetzt werden. Vorher hat man demnach Zeit, sich der Vorzucht zu widmen. Mit einigen Tipps und Tricks kannst auch du deine Jungpflanzen mit Homegardening erfolgreich vorziehen.

Homegardening ist gar nicht so schwer, wie ich einst dachte. Tatsächlich habe ich mich erst vor zwei Jahren so richtig an das Thema gewagt. Da wir nun aber im Besitz eines Scherbergartens sind, habe ich inzwischen eine Leidenschaft zum Gärtnern entwickelt. So sollten natürlich auch starke Jungpflanzen für die kommende Saison vorgezogen werden. Beachtet man dabei einige Kleinigkeiten und arbeitet man mit dem richtigen Saatgut, kann eigentlich nicht viel schiefgehen.

Dennoch ergeben sich häufig Fragen wie: Welche Gefäße verwende ich zum Vorziehen? Wie gieße ich Jungpflanzen richtig? Wie und wann muss ich die Setzlinge umtopfen? Muss ich beim Vorziehen düngen? Welche Erde verwende ich und vor allem: Was ist eigentlich gutes Saatgut? All diese Fragen möchte ich euch nach und nach beantworten.

Was macht gutes Saatgut aus?

Die Saatgutauswahl ist schier unendlich, da kann man schonmal überfordert sein und vor lauter Tütchen nicht wissen, was man kaufen soll. Worauf sollte man beim Kauf also achten?

Bio-Qualität

Vor allem beim Saatgut achte ich auf Bio-Qualität. Ich möchte, dass mein liebevoll herangezogenes Gemüse eine gute Qualität hat und entsprechend gute Voraussetzungen dafür gegeben sind. Biologisches Saatgut wird ohne Gentechnik durch Auslesezucht gewonnen und ist bei guten Anbietern samenfest. Und hier ist das Stichwort: Samenfest

Samenfestigkeit

Samenfestes Saatgut wird aus den Pflanzen selbst gewonnen und lässt sich somit auch weiter vermehren. Pflanze ich also z.B. eine Tomate aus samenfestem Saatgut an, kann ich diese eigenständig vermehren. Konventionelles Saatgut hat diese Fähigkeit nicht mehr. Zudem zeichnet sich das Saatgut durch gute Eigenschaften wie große Früchte, hohe Erträge oder gutes Aroma aus.

Außerdem zu beachten:

Die Anbauzeit: Es gibt Früh- und Spätsorten. Ihre Anbauvoraussetzungen unterscheiden sich z.B. in der benötigten Tageslänge, sprich Lichtbedingungen, und Temperatur. Zudem benötigen einige Sorten eine lange Keim- und Blühdauer, andere widerum kurze. Die Angaben dazu findest du auf der Verpackung.

Das Austesten: Jeder Garten hat unterschiedliche Bodenstrukturen und Erdzusammensetzungen. Führt man Buch über seine angebauten Sorten (Ertrag, Wiederstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, Geschmack) so kann man sich durch das Sortiment testen und die für sich perfekte Pflanze finden. Nicht jede Sorte passt in jeden Garten.

Eventuell mag das für den Einen oder Anderen erstmal viel klingen, aber so schwer ist das alles gar nicht :) Einfach probieren und vor allem den Spaß am Gärtnern finden!

In früheren Beiträgen hatte ich schon ein Saatgut empfohlen: Rankwerk. Ich schaue diese Saison mal, welche Sorten von ihnen in unseren Garten passen. Die Voraussetzungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Qualität (Demeter Biosiegel) stimmen aber schonmal.

Nun bleibt mir erstmal nichts anderes als zu sagen: Ran an die Saat und los geht's! Noch ist es nicht zu spät. Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Spaß beim Gärtnern und hoffe, dich auch in den zuküftigen Gartenbeiträgen dieser Serie als LeserIn gewinnen zu können!

Deine Laura

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