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Lifestyle -

Weniger ist mehr - Tipps für weniger Plastik im Alltag!

Ein Leben ohne Kunststoff? Heutzutage aufgrund der vielen Vorteile kaum vorstellbar! Er ist leicht, günstig, robust und langlebig. Vorteilhafte Eigenschaften, die für die Umwelt aber eine Gefahr darstellen. Schon heute befinden sich große Mengen an Plastik in den Weltmeeren und die Verschmutzung nimmt täglich zu. Im Nordpazifik befindet sich der größte von fünf Müllstrudeln mit der Flächengröße Europas. Zeit, endlich etwas zu ändern und unseren Alltag wieder plastikfreier zu gestalten!

Das Thema Plastikverschmutzung begleitet mich schon ziemlich lange. Ob Beobachtungen im Alltag, in den Nachrichten oder im Studium: Plastik verfolgt mich und jeden von uns. Überall und viel zu viel ist aus Kunststoff. Schaut euch doch mal eben um, lasst den Blick durch eure Umgebung schweifen. Achtet darauf wo überall Plastik zu sehen ist und schaut auch an euch mal herunter...

Egal, wie viel ihr gerade gesehen habt, seid nicht erschrocken, wenn viele Dinge, von denen man denkt, dass sie keinen Kunststoff enthalten nicht plastikfrei sind. Einiges fällt auf dem ersten Blick gar nicht unbedingt auf. Wie sieht es zum Beispiel mit der Kleidung aus? Sind Polyester oder Acryl enthalten? Haargummis? BH-Bügel? Schuhsohlen? Schmuck? Kosmetik? Handy? Computer? Die Liste ist endlos. Was für Auswirkungen unser Konsum und unsere Müllproduktion mit sich ziehen, ist vielen nicht bekannt oder bewusst.

Fakten über Plastikmüll

  • 60-80% des globalen Mülls bestehen aus Plastik
  • Rund 8,8 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in die Meere
  • Deutschland verbraucht mit 11,7 Tonnen so viel Plastik wie kein anderes Land in der EU
  • 6 Milliarden Plastiktüten werden jährlich in Deutschland verbraucht
  • Von 100 Plastiktüten werden nur ca. 7 recycelt
  • Nur 42% des Plastikabfalls werden in Deutschland recycelt (In Dänemark ca. 90%)

Vor allem die Ozeane sind von der Verschmutzung betroffen. Im Gegensatz zu Papier, Holz, Blech- und Aluminium kann Kunststoff nicht zerfallen. Es bleibt über Jahrhunderte in unserer Umwelt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, schaden wir auch den Tieren mit unserem Abfall. Vögel und Meeressäuger verfangen sich in Kunststoffteilen, fressen oder verfüttern es an ihre Jungen. Sie ersticken, verhungern oder leiden an dauerhaftem Völlegefühl und sterben letztlich an Unterernährung. Durch die Aufnahme von Kunststoffteilen gelangt Plastik ebenfalls in die Nahrungskette und somit zum Menschen zurück - dieses Mal aber in unsere Körper! Wie man einige Plastikartikel ersetzen oder vermeiden kann, möchte ich euch einmal zusammenfassen.

Immer Schritt für Schritt. Umweltfreundliche Putzmittel
Kochutensilien aus Holz. Stilvoller und umweltfreundlich

Tipps für weniger Plastik im Alltag

  • Auf Plastiktüten verzichten. Der gute alte Stoffbeutel hält länger und mehr Gewicht. Auch Obst und Gemüse müssen nicht in Tüten verpackt werden. Zuhause einfach waschen oder schälen, so können sie auch ohne Bedenken auf das Kassenband gelegt werden.
  • Mehrwegflaschen verwenden und weniger Plastikflaschen kaufen! Spart übrigens auch den Gang zum Pfand wegbringen.
  • Plastikfreie Kosmetikartikel benutzen. Vor allem Mikroplastik befindet sich in vielen Peelings, Shampoos, Duschgels, Seifen oder Zahnpasta. Achtet auf jede Art von "Poly..." auf der Rückseite. Mit Stück-Seifen kann man sich übrigens super die Haare und den Körper waschen. Besser für Haut, Haare und Umwelt!
  • Plastikprodukte wie Haarkamm, Haarbürste, Zahnbürste, Kochlöffel, Bretter, etc. gegen Holzartikel ersetzen. Sieht viel schöner aus und ist nachhaltig. 
  • Wer nicht auf Weichspüler verzichten möchte, kann dafür nachhaltigen verwenden. Besonders die Marke "Frosch" bietet viele biologische Putzmittel für meist weniger Geld als andere umweltschädliche Markenprodukte.
  • Kaffeekapseln sind eine wahre Krankheit! Der Kaffee schmeckt nicht nur besser, wenn er in einer French-Press oder einem Espressokocher aus Edelstahl zubereitet wird, er ist auch noch nachhaltiger.
  • Leere Gläser wiederverwenden und dadurch Plastikdosen einsparen. Sieht schöner aus und ist günstiger.
Nachhaltige Bambus-Zahnbürste von Hydrophil
Naturseifen sind besser für Haut, Haar und Umwelt
Holz-Schneidebretter definitiv schöner als verfärbte Plastik-Bretter und die Umwelt bedankt sich
Vorräte in Gläsern sind stilvoller und umweltfreundlicher
Stoffbeutel sind praktisch und langlebig

Es gibt sooo viel mehr, was ich hier schreiben könnte, aber ich denke, dass das erstmal die einfachsten Schritte sind, die man leicht umsetzen kann. Produkte wiederzuverwenden, spart Geld und ist nebenbei gut für unsere Umwelt. Es kann so leicht sein, sich an neue Routinen zu gewöhnen. Man muss kein "Öko" sein, um plastikfreier zu leben. Ich werden auf jeden Fall noch einige solcher Beiträge verfassen und ihr werdet sehen, wie leicht und schön es ist, umweltbewusster zu genießen. Unten stelle ich noch einige Links meienr und weiterer Produkte zusammen. Habt noch einen wunderschönen Sonntag und genießt die warmen Sonnenstrahlen.

Bis Bald, eure Laura

Comments (3)

  • Corinna Lest
    Corinna Lest
    at 21.10.2017
    Liebe Laura,
    gestern habe ich ein Paket erhalten, ein wahrer Albtraum!!!
    Der Inhalt war der, den ich bestellt habe. Ich liebe alte Sachen und nutze sie im Wohnbereich und zum urbanen Gärtnern :) Daher erwerbe ich Einiges online.
    Leider war das Paket gefüllt mit diesen Styroporteilen! Sage und schreibe DREI gelbe Säcke (Recyclingsäcke) habe ich damit gefüllt! Ich dachte, es nimmt gar kein Ende mehr.
    Viele andere Versender verwenden alte Zeitungen, die gehen dann einfach in den Papiermüll.
    Zukünftig werde ich dringend auf den Verzicht dieser Styroporteile bitten, wenn ich privat bestelle und sie dieses Mal korrekt dem Recycling zuführen.
    Die besten Einkäufe tätigt man doch auf Floh- und Trödelmärkten! Da spart man sich dieses Verpackungsmaterial!
    Übrigens.... unsere Flüssigseife ist mir schon länger ein Dorn im Auge. Ich werde sie gegen Stückseifen ersetzen. Dies ist im privaten Bereich aus hygienischer Sicht schließlich völlig unbedenklich!!!
    Mach weiter so!!!
    Viele Grüße!
  • Daniela
    Daniela
    at 14.12.2017
    Liebe(r) Schreiber/in dieses Blogs!
    Ich habe gerade Deinen Artikel zum Thema plastikfreie Alternativen im Alltag gelesen! Mit diesem Thema beschäftige ich mich schon sehr lange seitdem ich den Film plastic planet gesehen habe! Seitdem habe ich so einiges umgesetzt und in den nächsten Monaten wird auch noch manches umgesetzt! Ich versuche auch Konservendosen möglichst zu vermeiden.
    Da es im Supermarkt netto wenige Möglichkeiten gab plastikfrei einzukaufen gehen wir jetzt nach Rewe. Dort bekommen wir so gut wie alles Obst und Gemüse ohne Plastikverpackung und sehr viele Produkte sind im Glas erhältlich. Darüber sind wir sehr froh und konnten so den Verbrauch von Plastikmüll drastisch reduzieren. Im Bereich Drogerieartikel
    habe ich jede Menge Geld und Zeit gespart weil ich vieles gar nicht mehr kaufe und das ist eine absolute Befreiung für mich!!!
    An Putzmitteln hatte vorher ungefähr 15 und jetzt wenn bald alles verbraucht ist brauche ich nur noch 3 Sachen! Abschminktücher habe ich durch waschbare Abschminkpads von jemako ersetzt sowie Spülschwämme durch waschbare Alternativen, Küchenrolle brauchen wir gar nicht mehr, Taschentücher gibt es im Kartonspender von dm soft und sicher was sehr viel Plastik spart, waschbare Staubhandschuhe habe ich mir auch noch angeschafft und bei Pflegecremes reduziert da viele Inhaltsstoffe für den Körper sehr bedenklich sind! Papierteefilter wurden durch ein Edelstahlsieb ersetzt was immer wieder gereinigt werden kann!
    Ich habe auf einmal viel mehr Zeit als vorher eben weil ich vieles nicht mehr kaufe und das ist grossartig!
    Was ich in den nächsten Monaten noch verändern will:
    -von Spülmaschinentabs auf Spülmaschinenpulver umsteigen weil es jede Menge Plastikverpackungen einspart und sogar noch billiger ist als Tabs
    -Klarspüler selber machen nach einem Rezept von Nadine Schubert
    -Gemüsebrühe im Glas kaufen statt im Kunststoffbehälter
    -Gewürze im Glas kaufen
    -Fleckensalz von denk mit in einer Pappschachtel kaufen anstatt in einer Plastikverpackung usw.
    Meine Grosseltern haben mir erzählt, dass es früher einfacher war einzukaufen was plastikfrei war. Schade dass es nicht so geblieben ist doch leider sind es die Hersteller die Profit auf Kosten der Umwelt machen wollen und nur an das Geld denken. Ich denke wir müssen alle so langsam
    diesen Wahnsinn boykottieren und schlichtweg vieles nicht mehr kaufen. Im Bereich Putzmittel und Drogerieartikel ist das eigdntlich am einfachsten
    und es kann sich jeder leisten sogenannte Hausmittel zu kaufen die nicht viel Geld kosten oder schlichtweg Produkte gar nicht mehr zu kaufen um Geld zu sparen.
    Viele Grüsse
    Daniela
    • Laura von Meereslauschen
      Laura von Meereslauschen
      at 14.12.2017
      Liebe Daniela, viele Dank für deine schönen Tipps! Einige davon setze ich auch bereits um, für den Anfang dachte ich, dass so grundlegende Sachen ziemlich einfach zu ändern sind. Du hast aber vollkommen Recht damit, dass man noch viel mehr machen kann und auch unbedingt sollte! Danke für deine Worte und hoffentlich bis bald!
      Laura

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