stillvoll nachhaltig
Gedankenfluss -

Adieu Vergangenheit, ich lass jetzt los.

Jeder hatte bereits das eine oder andere Erlebnis im Leben, mit dem man abschließen muss. Ein Erlebnis, welches einen bis heute prägt, manchmal an uns oder unsere Taten zweifeln lässt, welches uns phasenweise schwächt und wieder zurück in die Vergangenheit holt. Um im Hier und Jetzt anzukommen, glücklich und erfolgreich zu sein, müssen wir lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen.

Erlebnisse, die uns in der Vergangenheit schwach, wütend oder traurig gemacht haben, holen uns in der Gegenwart zu oft wieder ein. Wir denken darüber nach, was damals schiefgelaufen ist, was dabei unsere Schuld war und wie man die Situation hätte besser bewältigen können. Es gibt Phasen, in denen wir uns durch genau solche Erlebnisse herunterziehen lassen. Wir schieben Misserfolg auf die Vergangenheit, grübeln zu viel und haben Angst, einen Schritt weiterzugehen, schwächen unsere Fähigkeiten und vergessen dabei manchmal die Dinge und vor allem auch uns selbst so zu sehen, wie sie und wir heute wirklich sind.

Um uns und unsere Kraft, unser Potenzial und unsere Fähigkeiten voll ausschöpfen zu können, müssen wir lernen loszulassen. Wir müssen lernen, Momente und Menschen der Vergangenheit zu vergessen und uns selbst und den Leuten von damals zu vergeben. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist Geduld! Man kann seine Vergangenheit nicht von heute auf morgen aussieben, aber man kann daran arbeiten, sie loszulassen und verhindern, dass sie einem im Hier und Jetzt schwächt und klein hält. Dabei soll natürlich nicht alles vergessen werden. Es gibt auch Momente von früher, die uns stärker gemacht haben, die uns gezeigt haben, was wirklich zählt und von denen wir gelernt haben, heute anders mit bestimmten Situationen umzugehen. Doch Erlebnisse, die uns immer nur wieder zurückziehen und nicht vorankommen lassen, müssen endgültig aus unseren Köpfen und unseren Herzen verschwinden.

Wir prägen unseren Charakter und unsere Fähigkeiten mit dem, was wir erlebt und gelernt haben. So können wir definitiv auch aus schlechten Erfahrungen und Misserfolgen lernen und durch sie wachsen. Eine pauschale Anleitung dafür gibt es nicht, aber ich kann dir etwas mit auf den Weg geben, das dir zeigt, wie wir lernen können, die Vergangenheit loszulassen.

Reflexion und Annahme

Man kann nur etwas verändern, wenn man weiß, was schiefgelaufen ist. Deshalb ist es wichtig, sich den Situationen zu stellen und sich bewusst werden zu lassen, was einen traurig, wütend oder schwächer gemacht hat. Mir hilft es dann, wenn ich mir meine Gedanken dazu aufschreibe, Schritt für Schritt durchgehe und mir die Momente dadurch nochmal durch den Kopf gehen lasse. Wir müssen lernen, uns den Gefühlen zu stellen und bestimmte Momente zu reflektieren. Wenngleich diese Zeit sehr schwer sein wird, weil alles wieder hochkommt und uns an das Gefühl von damals erinnern lässt, ist es wichtig, sich mit der Situation und mit einem selbst auseinanderzusetzen. Erst danach kann man lernen, die Vergangenheit so anzunehmen, wie sie ist. Man kann heute nichts mehr an ihr ändern, aber wir können unsere Gegenwart und vor allem unsere Zukunft gestalten.

Gefühle zulassen

Einigen fällt es sehr schwer, Gefühle zuzulassen, aber auch das gehört zum Prozess dazu. Gefühle, die wir also früher nicht ausgelebt und in bestimmten Situationen in uns hineingefressen haben, kommen phasenweise immer wieder auf. Eine Auseinandersetzung hat es bisher nie gegeben, also kann auch die Verarbeitung dieser Gefühle nie richtig stattgefunden haben. Was wir damals in uns hineingefressen haben, muss jetzt endlich raus und zwar so sehr, dass es uns nicht wieder einholen kann. Indem wir Gefühle zulassen, beginnt eine Art Selbstheilung und die Verarbeitung. Weine ruhig, wenn du traurig bist. Du wirst dadurch nicht schwach, es macht dich nur stärker.

Teile deine Gedanken

Es kann wahnsinnig helfen, wenn man sich mit jemanden austauscht und sich seine Gefühle von der Seele spricht. Auch wenn man stark und eigenständig ist, kann man nicht alles nur mit sich selbst ausmachen. Es ist keine Schwäche, sich anderen gegenüber zu öffnen und über Gefühle zu reden. Im Gegenteil! Indem wir darüber reden, machen wir uns selbst nochmal bewusst, was eigentlich passiert ist und womit wir zu kämpfen haben. Das Gefühl wird zur „Wirklichkeit“ und kann endlich aus uns hinauskommen.

Lass los und besinne dich auf die Zukunft

Während uns immer wieder die Vergangenheit einholt und die Gefühle zeitweise wieder hochkommen, vergessen wir oftmals die Zukunft und das, was wir eigentlich wollen. Der Kopf ist voll und arbeitet durchgehend – wenn auch zwischendurch unterbewusst - mit dem, was wir nie ganz VERarbeitet haben. Wir blenden unsere Ziele aus, weil wir uns schwächen und uns immer etwas in der Vergangenheit hält. Es ist wie ein Band, das wir endlich trennen müssen, um den Schritt in die Zukunft gehen zu können. Sei dir bewusst, was du eigentlich erreichen, werden und sein möchtest und lass alles los, was dich daran hindert, deine Träume zu verwirklichen.

Ich kann dir leider nicht versprechen, dass diese Schritte DER Geheimtipp ist, um sich schnell besser zu fühlen, aber ich kann auf jeden Fall sagen, dass sie dir helfen können, wenn du sie an dich heranlässt. Sollte also noch ein Gefühl in dir schlummern, dass eigentlich schon lange aus dir raus soll, lass los und sag Adieu! Lass los und besinne dich auf die Gegenwart und vor allem auf deine Zukunft. Das Leben ist zu kurz dafür, durchgehend herum zu grübeln. Wir sollten mehr lachen, frei sein und ohne schwere Lasten der Vergangenheit durchs Leben gehen. Deine Laura

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Gedankenfluss

Indem wir uns mit unseren Gedanken, Problemen, Ängsten und Ärgernissen auseinandersetzen, sie vergleichen und abwägen, sie nicht verdrängen, aber auch Glück und Freude teilen, nehmen wir uns und unsere Umwelt intensiver wahr. Das Bewusstsein kann nicht nur im Kopf, sondern auch in der Seele und im Körper erweitert und ermutigt werden. Wer achtsam durch das Leben geht, wird freier und zufriedener sein. Es wird leichter fallen, glücklich zu sein, andere glücklich zu machen, etwas zu bewegen, bewusster und überlegter zu leben und zu genießen, etwas zu verändern und auch seine Umwelt zu verbessern.

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