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Nachhaltige Weihnachten - Der Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder ... Im Dezember geht es immer wieder los. Die Zeit der Nächstenliebe, der Großzügigkeit, der vielen Spenden und der gemeinsamen, schönen Stunden mit den Liebsten. Keine andere Zeit im Jahr versprüht so viel Liebe wie die Weihnachtszeit und dennoch machen wir es der Umwelt, vielen Tieren und Menschen in unserem Festtagsrausch nicht leicht. Im Gegenteil: Trotz Liebe und Großzügigkeit erreicht die Ökobilanz den jährlichen Tiefpunkt. Hektik, Stress, Konsumwahn. Dabei ist es ganz leicht, die Weihnachtszeit nachhaltiger zu genießen und auch der Natur und den Menschen hinter den Produkten unter dem Tannenbaum etwas Liebe zu schenken. In meiner Reihe "Nachhaltige Weihnachten" findest du lauter Tipps für eine ökologischere Weihnachtszeit, in der du weder verzichten noch mehr Zeit und Kosten aufwenden musst.

Dein nachhaltiger Weihnachtsbaum

Jedes Jahr werden knapp 30 Millionen Tannen abgesägt und zum Verkauf angeboten. Weltweit folgen die Menschen der Tradition, zur Weihnachtszeit einen Christbaum aufzustellen und zu schmücken. Dass man nicht von Nachhaltigkeit sprechen kann, wenn derart viele Bäume abgeholzt und nach nur einigen Wochen oder sogar Tagen wieder weggeschmissen werden, sollte eigentlich nicht erklärt werden müssen. Und dennoch wollen die meisten nicht auf diese uralte und schöne Tradition verzichten. Muss man auch nicht zwingend. Es gibt mittlerweile viele Alternativen zum klassischen Weihnachtsbaum und selbst beim Kauf einer traditionellen Tanne kann man nachhaltig und bewusst handeln, wenn man auf einiges achtet.

Die nachhaltige, echte Tanne

Ich selbst liebe den Durft von frischen Tannen. Er gehört einfach zum Weihnachtsfest dazu, daher fällt es auch mir schwer, auf einen Baum zu verzichten. Dieses Jahr habe ich mich bestens infortmiert, denn es ist das erste Mal, dass ich mir selbst einen Tannebaum hole. Meine Tipps zur echten, nachhaltigen Tanne möchte ich natürlich gerne mit euch teilen. Generell gilt es, einen Baum aus der Region zu holen und somit auf lange Transportwege und hohe CO² Emissionen zu verzichten. Förster oder Baumschulen ermöglichen durch verschiedene Zertifizierungen wie Naturland, Demeter, Bioland und FSC einen nachhaltigen Christbaumkauf. Die Tannen stammen im Gegensatz zu den meisten Supermarkt- und Bauhausbäumchen aus kontrolliert nachhaltigem, ökologischem Anbau und sind daher frei von chemischen Kunstdüngern und Pestiziden. Zudem werden keine Bäume aus Monokulturen verkauft, sprich es wird viel Wert auf die Erhaltung verschiedener Lebensräume, der Bodenqualität landwirtschaftlicher Flächen und auf deren Biodiversität durch Mischkulturen gelegt. Außerdem wird somit der Schutz der Grundwasserqualität und unterschiedlicher Lebewesen gewährleistet.

Der Weihnachtsbaum im Topf

Ebenso kann man inzwischen auch an einigen Orten einen Weihnachtsbaum im Topf kaufen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Tanne noch sehr klein (unter 1m) ist und immer noch Wurzeln besitzt. Bei größeren Tannen sollte man davon ausgehen, dass die Wurzeln geschnitten wurden und der Baum sich nicht lange halten lässt. Nach einigen Wochen wird er eingehen und wäre somit nicht viel ökologischer als ein handelsüblicher Weihnachtsbaum ohne Topf. Mit Bedacht beim Kauf eines Baumes mit Wurzeln, viel Glück und Geschick kann die Tanne manchmal aber auch nach Weihnachten draußen im Garten gepflanzt oder auf dem Balkon in einen größeren Topf umgesetzt werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Tannen brauchen viel Platz, sprich sie können nicht lange in einem kleinen Topf überleben. Da ich keine Möglichkeit habe, eine Tanne in einen Garten zu pflanzen, schied diese Alternative für mich leider aus. Doch wer weiß, vielleicht hast du ja einen großen Garten, in dem sich ein ehemaliges Christbäumchen gut machen würde.

Der DIY Holzbaum

Eine andere Alternative ist der DIY Christbaum, der jedes Jahr wieder verwendet werden kann. Das Internet ist bereits voll mit cleveren und schönen Ideen eines selbstgemachten Baumes. Die meisten sind hierbei aus Holz, es gibt allerdings auch viele weitere Ideen, sodass vielleicht auch hier etwas für dich dabei wäre. Da ich dieses Jahr leider keine Zeit für ein schönes DIY hatte und haben werde, gebe ich dich gerne in die vertrauten Hände von Pinterest. Lass dich dort inspirieren und vielleicht baust du dir ja schon bald deinen eigenen Christbaum.

Das No-Go: die Kunststofftanne

Entgegen vieler Überzeugungen ist eine Tanne aus Kunststoff keine ökologische Alternative. Kauft man mehrere Jahre über regionale, zertifizierte Tannen, welche nach dem Gebrauch abgeholt und in Kompostieranlagen zu Humus verarbeitet werden, hat man insgesamt eine bessere CO² Bilanz als beim jahrelangen Gebrauch einer Plastiktanne, die irgendwann trotzdem weggeworfen wird. Die meisten künstlichen Bäume haben aufgrund des Transports aus Asien einen langen Weg und somit einen hohen CO² Ausstoß hinter sich. Lass also besser die Finger vom Kunststoff und dieser gut gemeinte Tipp gilt in den meisten Alltagshandlungen, nicht nur beim Kauf eines Christbaumes.

Das waren meine nachhaltigen Alternativen für einen Weihnachtsbaum für dich. Ich hoffe sehr, dass ich dich inspirieren und motivieren konnte, dir dieses Jahr beim Kauf einer schönen Tanne genau zu überlegen, wohin du gehen und worauf du achten wirst. Solltest du dich für einen DIY Baum entscheiden, würde ich mich riesig über ein Bild deines Werkes freuen. Hab' bis dahin eine zauberhafte und fröhliche Weihnachtszeit, deine Laura

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